5G-Netztest 2026 | Österreich
Die 5G-Mobilfunknetze der drei Anbieter im Vergleich!
Wer hat das schnellste 5G-Netz in Österreich? Diese Frage stand im Mittelpunkt unserer ergänzenden Auswertung zum großen SMARTPHONE Magazin Netztest 2026. Dafür hat die Redaktion die Messergebnisse aus dem landesweiten Test nochmals genau unter die Lupe genommen – diesmal mit Fokus auf die reine 5G-Leistung. Die nachfolgende Tabelle zeigt, welcher Netzbetreiber beim neuen Mobilfunkstandard in Sachen Abdeckung, Geschwindigkeit und Stabilität die Nase vorn hat. Detaillierte Informationen zu den Messungen und zur Bewertung finden Sie weiter unten.
Test aktualisiert am: 15.10.2025
Der Tester
Philipp Lumetsberger
Smartphone
Veröffentlichung: Smartphone Ausgabe Januar - Februar 2026
Technische Expertise
DB Data Systems AG
5G-Netztest 2026 | Österreich
Die 5G-Mobilfunknetze der drei Anbieter im Vergleich!
Nachdem wir in unserem großen Netztest 2026 die österreichischen Mobilfunknetze umfassend analysiert haben, haben wir nun die Ergebnisse ausschließlich aus den 5G-Messungen herausgefiltert und gesondert ausgewertet. So lässt sich exakt nachvollziehen, welcher der drei Anbieter beim neuesten Mobilfunkstandard die Nase vorn hat.
Zwei Ausbaustufen des neuen Standards
Beim 5G-Ausbau in Österreich kommen derzeit zwei Technologien zum Einsatz: 5G-NSA (Non-Standalone) und 5G-SA (Standalone).
5G-NSA greift noch auf Teile des bestehenden 4G-Netzes zurück und kombiniert diese mit modernen 5G-Antennen. 5G-SA hingegen basiert auf einer vollständig eigenständigen 5G-Infrastruktur. Diese Variante ermöglicht niedrigere Latenzen, höhere Geschwindigkeiten und insgesamt stabilere Verbindungen.
Die Messergebnisse
Rund 10 Prozent der im Gesamttest erfassten Messungen entfielen auf das LTE-Netz. Diese wurden für die 5G-Auswertung ausgeschlossen, um ein möglichst unverfälschtes Bild der 5G-Leistung der österreichischen Netzbetreiber zu erhalten.
Wie im Haupttest wurden die Ergebnisse in sieben Kategorien unterteilt, bewertet und unterschiedlich gewichtet. So entsteht ein aussagekräftiges Gesamtbild der 5G-Performance in Österreich.
Im Mittelpunkt stand die Netzqualität, insbesondere die Latenzzeit – also die Reaktionsgeschwindigkeit zwischen Anfrage und Antwort – sowie die 5G-Netzabdeckung, die zeigt, wie weit der neue Standard bereits ausgebaut wurde. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Erfolgsrate, die angibt, wie stabil Verbindungen im 5G-Netz aufgebaut und gehalten werden konnten.
Beim Geschwindigkeitstest wurden die Download- und Upload-Raten ermittelt, während die Kategorie Filetransfer zeigt, wie schnell größere Dateien übertragen werden. In der Tabelle sind sowohl Median- als auch Spitzenwerte („Peak“) aufgeführt, wobei der Median ein realistischeres Bild der typischen Netzleistung vermittelt.
Die Kategorie Web-Browsing misst, wie schnell Webseiten vollständig geladen werden – ein zentraler Indikator für die tatsächliche Surf-Leistung. Für die Stream Quality wurde getestet, wie stabil und flüssig Online-Videos laufen. Bewertet wurden dabei Startzeit (Preloading), Pufferzeiten und Bitrate, also die effektive Wiedergabequalität.
Abschließend fasst der nPerf Score alle Kennzahlen – von Download- und Upload-Geschwindigkeit über Latenz bis hin zu Surf- und Streaming-Performance – zu einem Wert zusammen, der die Qualität der 5G-Verbindung widerspiegelt.
Die Tabelle
Unsere Auswertung umfasst sieben Kategorien, darunter Download- und Upload-Geschwindigkeit, Netzabdeckung, Filetransfer, Web-Browsing, Streaming und den nPerf Score.
In der Kategorie „Netz“ wurden die gemessene 5G-NSA- und 5G-SA-Abdeckung separat erfasst und für die Bewertung zum Punkt „5G-Anteil“ zusammengeführt. Dabei gingen Netzqualität (Latenz) und Verfügbarkeit (Abdeckung) mit gleichem Gewicht in die Gesamtwertung ein, wodurch eine Ausgewogenheit zwischen Qualität und Verfügbarkeit des Netzes gewährleistet wird.
Der Speedtest zeigt zwar die maximal erreichbare Datenrate, bildet jedoch nur einen Momentwert ab. Alltagsnahe Anwendungen wie Web-Browsing, Filetransfer oder YouTube-Streaming liefern ein realistischeres Bild der tatsächlichen Nutzererfahrung – deshalb wurde der Speedtest geringer gewichtet.
Wie im Haupttest kam auch hier unser Punktesystem zum Einsatz:: Der beste Anbieter erhielt 10 Punkte, der zweite Platz 9 Punkte und der dritte Platz 8 Punkte.
Fazit
Mit einem Endergebnis von 93,5 %und der Gesamtnote „Hervorragend“ erhält A1 die Auszeichnung „Bestes 5G-Netz“. In den Kategorien „Netz“, „Filetransfer“ und „YouTube“ erreichte A1 die besten Bewertungen – in den beiden letztgenannten sogar mit der höchstmöglichen Punktzahl. Der Anbieter überzeugte dabei mit den höchsten Downloadraten beim Dateitransfer, der niedrigsten Latenz im 5G-Netz und den kürzesten Ladezeiten beim YouTube-Streaming.
Auch Drei erreicht mit einem Ergebnis von 90 %die Note „Hervorragend“ und sichert sich damit den zweiten Platz. Der Netzbetreiber erzielte sowohl beim Web-Browsing als auch bei der Erfolgsrate die höchste Punktzahl. Im Speedtest und beim YouTube-Streaming belegte Drei jeweils den zweiten Platz. Bei der 5G-Netzabdeckung liegen allerdings Magenta und A1 vorne.
Magenta erreicht im 5G-Netztest – ebenso wie im kombinierten 4G/5G-Gesamttest – ein Ergebnis von 86,5 %.Der Anbieter sichert sich den ersten Platz im Speedtest und überzeugt mit hohen Download- und Upload-Geschwindigkeiten sowie einem fast flächendeckenden 5G-Netz. In den Kategorien „Netz“ und „Filetransfer“ landet Magenta jeweils auf dem zweiten Platz. Beim Web-Browsing und YouTube-Streaming besteht noch Optimierungspotenzial, hier konnten A1 und Drei bessere Ergebnisse erzielen.

