DIE TESTER
Ladekarten für Unternehmen im Vergleich 2026 – Große Flotten | Deutschland · Testdatum: 18.06.2026
KriteriumEnBW - Business Ladetarif L (Sieger)EnBW - Business Ladetarif MEnBW - Business Ladetarif SEWE Go - LadetarifE.ON - Drive Business
SiegelSiegel (https://www.dietester.de/de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/de/preise-lizenzen)
Zum Anbieterhttps://www.enbw.com/elektromobilitaet/geschaeftskunden/enbw-mobilityplus-business/professionalhttps://www.enbw.com/elektromobilitaet/geschaeftskunden/enbw-mobilityplus-business/professionalhttps://www.enbw.com/elektromobilitaet/geschaeftskunden/enbw-mobilityplus-business/professionalhttps://www.ewe-go.de/ladetarifhttps://www.eon.de/de/gk/e-mobility/unterwegs.html
Preise inkl. USt 19 % — Eigenes Ladenetz (€/kWh) – AC0,33 €0,39 €0,47 €0,52 €0,54 €
Preise inkl. USt 19 % — Eigenes Ladenetz (€/kWh) – DC0,33 €0,39 €0,47 €0,52 €0,61 €
Preise inkl. USt 19 % — Roaming-Ladenetz (€/kWh) – ACab 0,4706 € bis 0,7479 €ab 0,4706 € bis 0,7479 €ab 0,4706 € bis 0,7479 €0,62 €0,59 €
Preise inkl. USt 19 % — Roaming-Ladenetz (€/kWh) – DCab 0,4706 € bis 0,7479 €ab 0,4706 € bis 0,7479 €ab 0,4706 € bis 0,7479 €0,62 €0,79 €
Fixkosten / Einmalkosten – Grundgebühr / Monat11,76 €6,71 €1,68 €0,00 €0,00 €
Fixkosten / Einmalkosten – Kosten pro Ladekarte / Monat0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
Fixkosten / Einmalkosten – Einmalige Gebühr3,03 €3,03 €3,03 €0,00 €9,90 €
Netz-Reichweite – Ladepunkte (eigenes Ladenetz)11.64011.64011.6403.2845.387
Netz-Reichweite – Ladepunkte (Europaweit, inkl. Roaming)900.000900.000900.000500.000750.000
KOSTEN (Gewichtung 70 %) – Gesamtkosten / Monat (laufend, ohne Einmalkosten)9.914,67 €10.980,33 €12.717,33 €13.866,67 €15.706,67 €
KOSTEN (Gewichtung 70 %) – Gesamtkosten / Jahr (inkl. Einmalkosten)119.279,00 €132.067,00 €152.911,00 €166.400,00 €189.470,00 €
KOSTEN (Gewichtung 70 %) – Ergebnis Kosten100%90,3%78,0%71,5%63,1%
PREIS-TRANSPARENZ (Gewichtung 20 %) – AC-Preis klar ausgewiesenJaJaJaJaJa
PREIS-TRANSPARENZ (Gewichtung 20 %) – DC-Preis klar ausgewiesenJaJaJaJaJa
PREIS-TRANSPARENZ (Gewichtung 20 %) – Roaming-Preis klar ausgewiesenNeinNeinNeinJaNein
PREIS-TRANSPARENZ (Gewichtung 20 %) – Blockiergebühren klar ausgewiesenJaJaJaJaJa
PREIS-TRANSPARENZ (Gewichtung 20 %) – AGB leicht auffindbarJaJaJaJaJa
PREIS-TRANSPARENZ (Gewichtung 20 %) – Preisstruktur ohne „ab"-AngabenNeinNeinNeinJaNein
PREIS-TRANSPARENZ (Gewichtung 20 %) – Ergebnis Transparenz70,0%70,0%70,0%100%70,0%
LADEPUNKTE (Gewichtung 10 %) – Anzahl Ladepunkte (Europaweit)900.000900.000900.000500.000750.000
LADEPUNKTE (Gewichtung 10 %) – Ergebnis Ladepunkte100%100%100%55,6%83,3%
Gesamtergebnis94,0%87,2%78,6%75,6%66,5%

Ladekarten für Unternehmen im Vergleich 2026 – Große Flotten | Deutschland

Wir haben Ladekarten-Angebote für Unternehmen in Deutschland verglichen und zeigen, bei welchem Anbieter große Flotten zu den günstigsten Konditionen laden können.

Im Ladekarten-Vergleich für große Flotten 2026 holt sich EnBW mit dem Business Ladetarif L den Sieg mit der Note „Hervorragend” (94,0 %). Bei einer jährlichen Flottenlademenge von 320.000 kWh ist der günstigste kWh-Preis im Testfeld (0,3277 €) entscheidend. Auf Platz 2 folgt der Business Ladetarif M von EnBW (87,2 %, Sehr gut), auf Platz 3 deren Business Ladetarif S (78,6 %, Gut).

Test aktualisiert am: 18.6.2026

Der Tester:

Philipp Lumetsberger

Testzeitraum:

Mai 2026

Preiserhebung:

6.5.2026

Sieger

EnBW - Business Ladetarif L

EnBW - Business Ladetarif L

Zum Anbieter

Elektrofahrzeuge sind in Unternehmensflotten zunehmend verbreitet. Damit rückt eine Frage in den Vordergrund, die Fuhrparkverantwortliche früher kaum kannten: Zu welchem Preis laden die Fahrzeuge außerhalb des eigenen Geländes? Ladekarten für Unternehmen bündeln den Zugang zu öffentlichen Ladepunkten, regeln die Abrechnung und bestimmen maßgeblich, was das externe Laden die Flotte monatlich kostet.

Die Angebote unterscheiden sich erheblich, nicht nur im Kilowattstundenpreis, sondern auch in der Netzabdeckung, den Fixkosten und der Transparenz der Preisstruktur. Bei großen Flotten mit hohem Ladevolumen verschiebt sich die Gewichtung: Der kWh-Preis dominiert, Fixkosten fallen kaum ins Gewicht. Dieser Test liefert eine rechnerisch nachvollziehbare Grundlage für die Entscheidung, welcher Tarif für eine große Flotte mit hundert Fahrzeugen in Deutschland wirtschaftlich ist.

So haben wir getestet

Grundlage der Bewertung ist ein einheitliches Szenario für eine große Flotte: Wir haben dafür 100 Fahrzeuge mit je 40.000 Kilometer Jahresfahrleistung und einem Verbrauch von 20 kWh pro 100 Kilometer angenommen. Davon entfallen laut Annahme 40 Prozent auf externe Ladevorgänge im öffentlichen Netz, was einer Flottenlademenge von rund 26.667 kWh pro Monat entspricht. Die Ladevorgänge verteilen sich zu 30 Prozent auf AC- und zu 70 Prozent auf DC-Laden. HPC-Laden wurde in dieser Auswertung nicht berücksichtigt.

Die Kosten wurden je Anbieter auf Basis der veröffentlichten Tarife berechnet. Für die Berechnung wurden die Preise im jeweiligen eigenen Ladenetz des Anbieters herangezogen; Roaming-Preise flossen nicht in die Kostenberechnung ein. Grundgebühren und einmalige Aktivierungsgebühren wurden in den Jahresgesamtkosten berücksichtigt.

Bewertungskriterien und Gewichtung

Die Bewertung setzt sich aus drei Kriterien zusammen. Mit 70 Prozent fließen die Gesamtkosten am stärksten in die Gesamtnote ein: Gewertet werden die Kosten im ersten Betriebsjahr, also laufende Kosten inklusive einmaliger Aktivierungsgebühren, auf Basis der Testannahmen. Die Kategorie „Preistransparenz“ geht mit 20 Prozent in die Gesamtbewertung ein. Hierbei wird geprüft, wie klar und vollständig Preisangaben auf der Anbieter-Webseite ausgewiesen sind: AC- und DC-Preise, Roaming-Preise, Blockiergebühren, die Auffindbarkeit der AGB sowie das Fehlen von "ab"-Angaben. Die Netzabdeckung fließt mit 10 Prozent in die Bewertung ein und basiert auf der Anzahl erreichbarer Ladepunkte europaweit.

Transparenz und Vergleichbarkeit

Nicht alle angefragten Anbieter konnten in den Vergleich aufgenommen werden. Shell wurde nicht berücksichtigt, da auf mehrmalige Nachfrage bei der Pressestelle keine Preisauskunft erfolgte und die Preise auf der Webseite nicht ersichtlich sind. Ionity hat auf Anfrage die aktuellen Tarife mitgeteilt, eine Veröffentlichung jedoch nicht genehmigt, weshalb auch Ionity nicht in diesem Vergleich enthalten ist.

Top 5 Ladekarten für große Flotten in Deutschland 2026 im Überblick

  • Platz 1: EnBW Business Ladetarif L – Hervorragend (94,0 %)
    Sieger dank des günstigsten kWh-Preises im Testfeld: 0,33 Euro. Bei einem monatlichen Ladebedarf von 26.667 kWh entscheidet genau dieser Preisvorteil. Die Jahreskosten liegen mit 119.279 Euro rund 70.000 Euro unter denen des letztplatzierten Tarifs.
  • Platz 2: EnBW Business Ladetarif M – Sehr gut (87,2 %)
    Günstiger Allrounder mit einem kWh-Preis von 0,39 Euro. Bei kleineren Lademengen liegt er vor dem L-Tarif, bei 100 Fahrzeugen beträgt der Jahreskosten-Unterschied zum Testsieger rund 12.800 Euro.
  • Platz 3: EnBW Business Ladetarif S – Gut (78,6 %)
    Niedrigste Grundgebühr im Testfeld: 1,68 Euro pro Fahrzeug und Monat. Der höhere kWh-Preis von 0,47 Euro fällt bei diesem Ladevolumen jedoch deutlich ins Gewicht. Die Jahreskosten liegen bei 152.911 Euro.
  • Platz 4: EWE Go Ladetarif – Gut (75,6 %)
    EWE Go punktet als einziger Anbieter mit vollständiger Preistransparenz: Alle Preise sind klar und ohne „ab“-Angaben ausgewiesen. Der einheitliche kWh-Preis von 0,52 Euro schlägt bei großem Ladevolumen jedoch spürbar auf die Gesamtkosten durch.
  • Platz 5: E.ON Drive Business – Mäßig (66,5 %)
    Letzter Platz mit Jahreskosten von 189.470 Euro. Die höchsten kWh-Preise und Roaming-Aufschläge im Testfeld summieren sich bei 100 Fahrzeugen zu einem deutlichen Kostennachteil.

Fazit

Bei großen Flotten entscheidet vor allem der kWh-Preis – und hier bietet EnBW mit dem Business Ladetarif L den günstigsten Tarif im Testfeld. EWE Go ist der einzige Anbieter mit vollständiger Preistransparenz, kann den Kostennachteil bei hohem Ladevolumen aber nicht ausgleichen. Der Kostenunterschied zwischen Platz eins mit 119.279 Euro und dem letzten Platz mit 189.470 Euro beträgt im getesteten Szenario rund 70.000 Euro pro Jahr. Der EnBW Business Ladetarif M landet auf Platz zwei und ist die bessere Wahl, wenn das Ladevolumen geringer ausfällt als angenommen. E.ON kann in diesem Szenario für große Flotten nur bedingt empfohlen werden.

Häufige Fragen zu Ladekarten für Unternehmen in Deutschland

  • Wer ist Sieger im Ladekarten-Vergleich für große Flotten in Deutschland 2026?
    EnBW mit dem Business Ladetarif L, Note Hervorragend (94,0 %) — Jahreskosten von 119.279 Euro für hundert Fahrzeuge.
  • Was kosten hundert Fahrzeuge beim günstigsten Anbieter pro Jahr?
    119.279 Euro beim Sieger EnBW Business Ladetarif L, auf Basis von 40.000 km/Jahr, 20 kWh/100 km und 40 % öffentlichem Laden mit 30 % AC / 70 % DC-Anteil.
  • Welcher Anbieter bietet die höchste Preis-Transparenz?
    EWE Go ist der einzige Anbieter mit vollständig ausgewiesenen AC-, DC- und Roaming-Preisen ohne "ab"-Angaben und erhält dafür die volle Transparenzpunktzahl.
  • Wie groß ist der Unterschied zwischen dem günstigsten und teuersten Anbieter?
    Rund 70.000 Euro pro Jahr: EnBW Business Ladetarif L (119.279 Euro) vs. E.ON Drive Business (189.470 Euro) — bei identischem Testszenario.
  • Warum fehlen Shell und Ionity im Vergleich?
    Shell hat auf mehrmalige Presseanfrage keine Preisauskunft erteilt. Ionity hat die Preise zwar mitgeteilt, einer Veröffentlichung aber nicht zugestimmt.