DIE TESTER
Mobile Wallboxen 2026: 11-kW-Ladestationen im Test · Testdatum: 11.08.2026
KriteriumDiniTech - NRGkick 16A (Testsieger)NECHARGE GMBH - NEcharge ProRheidon - PC200 Pro-11KGreen Cell - Habudepow / dé - Mobile Ladestation 11 kW v2 (Preis-Champion)
SiegelSiegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)
Konnektivität (40%) – WLANJaJaJaNeinJa
Konnektivität (40%) – BluetoothJaJaJaJaJa
Konnektivität (40%) – GSMJaNeinNeinJaNein
Konnektivität (40%) – CloudJaJaJaJaJa
Konnektivität (40%) – RFIDNeinNeinNeinNeinNein
Konnektivität (40%) – OCPP / APIJaJaNeinNeinNein
Konnektivität (40%) – Konnektivität97,0%82,0%67,0%73,0%67,0%
Laden (20%) – max. Leistung11 kW11 kW11 kW11 kW11 kW
Laden (20%) – LastmanagementJaJaNeinNeinNein
Laden (20%) – 1-(2)-3 phasiges LadenJaJaJaJaJa
Laden (20%) – flex Stromtarife möglichJaJaNeinNeinNein
Laden (20%) – ZeitsteuerungJaNeinJaNeinJa
Laden (20%) – Laden90,0%78,0%66,0%54,0%66,0%
Physik (10%) – SchutzklasseIP67IP67IP65IP55IP66
Physik (10%) – Gewicht3,3 kg2,5 kg5,8 kg3,2 kg4,12 kg
Physik (10%) – Volumen1,24 l3,48 l1,2 l1,4 l
Physik (10%) – Umgebungsbedingungen-40+70/95/4000-25+45/95/2000-30+50/95/3000-30+50/75/2000-25/+50
Physik (10%) – Standby-Verbrauch2 W1,5 W2,5 W1,3 W3,3 W
Physik (10%) – Physik86,5%81,8%68,2%78,2%63,3%
App (10%) – Einfache EinrichtungJaJaJaJaJa
App (10%) – Intuitive BedienungJaJaJaJaJa
App (10%) – Ladeberichte/-statistikenJaJaJaNeinJa
App (10%) – App100%100%100%88,0%100%
Sicherheit (20%) – AC SchutzJaJaJaJaJa
Sicherheit (20%) – DC SchutzJaJaJaJaJa
Sicherheit (20%) – TemperaturüberwachungJaJaJaJaJa
Sicherheit (20%) – Sicherheit100%100%100%100%100%
Technische Daten – Preis628,11 €1.198,80 €649,95 €649,95 €204,95 €
Technische Daten – Upgrade PV Laden (inkl MwSt)227,88 €----
Technische Daten – Upgrade OCPP (inkl MwSt)119,88 €inkludiert---
Technische Daten – Transporttasche (inkl MwSt)71,88 €-inkludiertinkludiertinkludiert
Technische Daten – Adapter 16A (inkl MwSt)71,88 €inkludiertinkludiertinkludiertinkludiert
Technische Daten – Adapter 230V (inkl MwSt)119,88 €inkludiertinkludiert--
Technische Daten – Kabelfest angeschlossen - 5 Meterfest angeschlossen - 5 Meterfest angeschlossen - 7,5 Meterfest angeschlossen - 7 Meterfest angeschlossen - 5 Meter
Technische Daten – Nennstrom16 A16 A16 A16 A16 A
Technische Daten – Maximale Ladeleistung11 kW11 kW11 kW11 kW11 kW
Technische Daten – Nennspannung (V)230 / 400230 / 400230 / 400230 / 400230 / 400
Technische Daten – Nennfrequenz (Hz)50,050,050 / 6050 / 6050 / 60
Technische Daten – Fehlerstrom AC30 mA30 mA20 mA20 mA30 mA
Technische Daten – Fehlerstrom DC6 mA6 mA6 mA6 mA6 mA
Technische Daten – TemperaturüberwachungJaJaJaJaJa
Technische Daten – OCPPja (Optional)OCPP 1.6Jneinneinnein
Technische Daten – PV Laden möglichja (Optional)neinneinneinnein
Technische Daten – flexible Stromtarife möglichja (Optional)neinneinneinnein
Technische Daten – dynamisches Lastmanagementneinneinneinneinnein
Technische Daten – RFIDneinneinneinneinnein
Technische Daten – einphasig / mehrphasiges Laden1 / 2 / 31 / 31 / 2 / 31 / 2 / 31 / 3
Technische Daten – Standby-Verbrauch2,01 W1,46 W1,27 W3,3 W
Technische Daten – IP SchutzklasseIP67IP67IP65IP55IP66
Technische Daten – Gewicht (mit Kabel und Adapter)5,15 kg2,5 kg5,8 kg3,25 kg4,12 kg
Technische Daten – Abmessungen (mm)216 x 90 x 64302 x 124 x 93200 x 90 x 67360 x 360 x 140220 x 100 x 65
Technische Daten – Volumen [liter]1,24 l3,48 l1,2 l1,43 l
Technische Daten – AppJaJaJaJaJa
Technische Daten – Verbindung über CloudJaNeinJaJaJa
Technische Daten – VerbindungWLAN + BluetoothWLAN, BluetoothWLAN, BluetoothBluetooth + GSMWLAN, Bluetooth
Technische Daten – Verbindung optionalGSM + GNSSZentrales Web-Interface für Firmenkunden
Technische Daten – Umgebungsbed. Betrieb Temp.-40 .. +70 °C-25 bis +45°C-30 bis +50°C-25 °C bis + 45 °C-25 °C bis + 50 °C
Technische Daten – Umgebungsbed. Betrieb Feuchtig.5 - 95 %bis 95% RHbis 95% RHbis 75%k.A.
Technische Daten – Max. Höhenlagebis 4000mbis 2000mbis 3000mbis 2000mk.A.
Niederohmmessung (Grenzwert 1 Ohm) – Niederohmmessung0,52 Ohm0,51 Ohm0,47 Ohm0,49 Ohm0,54 Ohm
Niederohmmessung (Grenzwert 1 Ohm) – Niederohmmessung 10,52 Ohm / 208 mA0,51 Ohm / 208 mA0,47 Ohm / 208 mA0,51 Ohm / 208 mA0,54 Ohm / 208 mA
Niederohmmessung (Grenzwert 1 Ohm) – Niederohmmessung 20,52 Ohm / 207 mA0,51 Ohm / 207 mA0,47 Ohm / 207 mA0,47 Ohm / 207 mA0,54 Ohm / 207 mA
Isolationsmessung (Prüfspannung 500 V) – L1LE> 999 MΩ / 517 V4,89 MΩ / 517 V123,6 MΩ / 517 V2,12 MΩ / 517 V> 999 MΩ / 517 V
Isolationsmessung (Prüfspannung 500 V) – L2PE> 999 MΩ / 517 V4,89 MΩ / 517 V123,4 MΩ / 517 V2,12 MΩ / 517 V> 999 MΩ / 517 V
Isolationsmessung (Prüfspannung 500 V) – L3PE> 999 MΩ / 517 V4,88 MΩ / 517 V123,4 MΩ / 517 V2,12 MΩ / 517 V> 999 MΩ / 517 V
Isolationsmessung (Prüfspannung 500 V) – NPE> 999 MΩ / 516 V4,85 MΩ / 516 V125,6 MΩ / 517 V2,11 MΩ / 516 V> 999 MΩ / 516 V
Status Überprüfung – PP NC CP A Status OK L1PE4 V2 V4 V1 V4 V
Status Überprüfung – PP 13A CP B Status OK L1PE2 V0 V4 V0 V3 V
Status Überprüfung – PP 13A CP C Status OK L1PE230 V236 V228 V228 V234 V
Status Überprüfung – PP 13A CP C PE Fault L1PE4 V2 V4 V1 V4 V
Status Überprüfung – PP 13A CP C E Fault L1PE0 V0 V0 V0 V0 V
Schleifenimpedanzprüfung (ZPE Ra No Trip, L-X-PE 10 mA) – R8 Ohm / 0,1 V8 Ohm / 0,1 V8 Ohm / 0,1 V6 Ohm / 0,1V8 Ohm / 0,1 V
RCD Prüfung (0°, reale Werte) – Typ A 30 mA, Rampe29,6 mA / 238 ms10,6 mA / 17 ms23,3 mA / 106 ms10,6 mA / 21 ms23,3 mA / 119 ms
RCD Prüfung (0°, reale Werte) – Typ A 30 mA, 5 x idn28 ms9 ms19 ms19 ms28 ms
RCD Prüfung (0°, reale Werte) – Typ B 6 mA, Rampe> 13,2 mA / > 300 ms, 5x idn = 129 ms4,8 mA / 70 ms4,2 mA / 136 ms4,8 mA / 50 ms4,8 mA / 108 ms
RCD Prüfung (0°, reale Werte) – Typ DD 6 mA, Rampe5,7 mA / 468 ms4,2 mA / 752 ms4,2 mA / 190 ms4,2 mA / 197 ms4,2 mA / 422 ms
RCD Prüfung (0°, reale Werte) – EVSE TEST GESAMTBESTANDENBESTANDENBESTANDENBESTANDENBESTANDEN
Gesamtnote95,4%86,6%76,8%76,6%76,3%

Mobile Wallboxen 2026: 11-kW-Ladestationen im Test

Mobile Ladestationen machen jede rote CEE-Dose zum 11-kW-Ladepunkt. Wir haben 5 Geräte zwischen rund 205 und 1.200 Euro ins Labor und in die Praxis geholt: von der elektrischen Sicherheitsprüfung über die App-Bedienung bis zur Frage, welches Gerät sich in ein Lademanagement einbinden lässt.

Testsieger ist der NRGkick 16A von DiniTech mit der Note ‚Hervorragend‘ (95,44 %): modular erweiterbar um OCPP, PV-Überschussladen und Mobilfunk, IP67 und das größte Temperaturfenster im Feld – Adapter und Tasche kosten extra. Dahinter folgt der NEcharge Pro (‚Sehr gut‘, 86,58 %) mit OCPP 1.6J ab Werk; Preis-Champion ist die dé Mobile Ladestation 11 kW v2 (‚Gut‘, 76,33 %) für 204,95 Euro. Alle 5 Geräte bestehen die elektrische Sicherheitsprüfung.

Test aktualisiert am: 11.8.2026

Getestete Geräte

5 mobile Wallboxen (11 kW)

Testzeitraum

Juli 2026

Preiserhebung

24.07.2026

Tester

Johannes Holzmann

Testsieger

DiniTech - NRGkick 16A

DiniTech - NRGkick 16A

Zum Anbieter

Preis-Champion

depow / dé - Mobile Ladestation 11 kW v2

depow / dé - Mobile Ladestation 11 kW v2

Zum Anbieter

Warum mobile Ladestationen für Unternehmen interessant sind

Mobile Ladestationen galten lange als Notlösung für Privatfahrer ohne eigene Wallbox. Inzwischen haben sie sich zu einem ernstzunehmenden Baustein betrieblicher Ladeinfrastruktur entwickelt: als Heimlade-Lösung für Dienstwagenfahrer, als sofort einsatzbereiter Ladepunkt an der vorhandenen CEE-Dose auf dem Betriebshof oder als Überbrückung, bis die fest installierte Infrastruktur steht.

Der klassische Anwendungsfall ist der Dienstwagen: Statt beim Mitarbeiter zu Hause eine Wallbox zu installieren, samt Elektrikertermin, Genehmigungsfragen und Rückbaudiskussion beim Jobwechsel, erhält der Fahrer eine mobile Ladestation. Die liefert an jeder roten CEE-16A-Dose volle 11 kW und wird beim Ausscheiden einfach an den Nachfolger weitergegeben. Auf dem Firmengelände verwandeln die Geräte vorhandene Drehstromdosen ohne Installationsaufwand in zusätzliche Ladepunkte, sei es für Lastspitzen im Fuhrpark, für Poolfahrzeuge oder als Ausfallreserve. Auch für temporäre Standorte, Baustellen und Veranstaltungen ist die steckerfertige Lösung oft der schnellste Weg zum Ladepunkt.

Klar sein muss aber auch, wo die Grenzen liegen: Für echtes halböffentliches Laden mit Zugangskontrolle und kilowattstundengenauer Abrechnung gegenüber Dritten sind die getesteten Geräte nur bedingt geeignet. Dazu später mehr.

Vor der Anschaffung lohnt zudem ein Blick in die lokalen Vorschriften: Je nach Land und Bundesland kann der Betrieb einer Wallbox melde- oder genehmigungspflichtig sein, und mancherorts gibt es Förderprogramme, deren Bedingungen man vorab prüfen sollte.

5 Geräte zwischen 205 und 1.200 Euro

Angetreten sind 5 Geräte: der NRGkick 16A des österreichischen Herstellers DiniTech, der ebenfalls in Österreich entwickelte NEcharge Pro, der PC200 Pro-11K von Rheidon, der Green Cell Habu sowie die Mobile Ladestation 11 kW v2 der Marke dé (depow). Alle 5 laden dreiphasig mit maximal 16 A (11 kW) über einen roten CEE-Stecker, bringen ein fest angeschlossenes Typ-2-Kabel zwischen 5 und 7,5 Metern mit und lassen sich per App bedienen. Bis auf den NRGkick, bei dem Adapter und Tasche kostenpflichtige Optionen sind, liegen 16-A-Adapter überall bereits bei.

Sicherheit: Das gesamte Testfeld besteht

Erfreulichstes Ergebnis vorweg: Alle 5 Geräte haben unsere elektrische Sicherheitsprüfung mit dem EVSE-Testgerät bestanden. Die Niederohmmessung des Schutzleiters lag mit 0,47 bis 0,54 Ohm durchweg im grünen Bereich, die Isolationswerte bei 500 V Prüfspannung waren unauffällig, und die Statusübergänge nach IEC 61851 inklusive PE-Fehlersimulation funktionierten überall korrekt. Entscheidend für die Bewertung nach DIN VDE 0100-722: Jedes Gerät kombiniert eine AC-Fehlerstromerkennung mit einer DC-Fehlerstromüberwachung mit 6 mA Auslöseschwelle im Sinne der IEC 62955. In der Rampenprüfung lösten alle zuverlässig innerhalb der zulässigen Zeiten aus. Temperaturüberwachung ist im gesamten Testfeld Standard. Sicherheitstechnisch muss sich keiner der 5 Kandidaten hinter einer fest installierten Wallbox verstecken.

Auch die Gehäuse sind auf den rauen Alltag ausgelegt. NRGkick und NEcharge Pro sind nach IP67 gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen geschützt, die dé-Ladestation erreicht IP66, der Rheidon IP65. Nur der Green Cell Habu fällt mit IP55 etwas ab. Für den Dauereinsatz im Freien auf dem Firmenparkplatz ist das die Untergrenze dessen, was wir empfehlen. Beim Temperaturfenster setzt der NRGkick mit herstellerseitig freigegebenen -40 bis +70 °C die Bestmarke im Feld.

Prüfaufbau mit dem EVSE-Tester: Niederohm-, Isolations- und RCD-Messung bestehen alle fünf Geräte ohne Beanstandung Foto: CDA Verlag GmbH

Konnektivität: Hier trennt sich die Spreu vom Weizen

Während sich die Geräte bei Leistung und Sicherheit kaum etwas nehmen, entscheidet sich der gewerbliche Nutzwert bei der Vernetzung. Die zentrale Trennlinie heißt OCPP: Nur der NEcharge Pro bringt die Schnittstelle im Standard OCPP 1.6J ab Werk mit und lässt sich damit in externe Lademanagement- und Abrechnungssysteme einbinden. Ergänzt wird das um ein zentrales Web-Interface, das der Hersteller gezielt für Firmenkunden positioniert. Beim NRGkick ist OCPP als kostenpflichtiges Upgrade für 119,88 Euro erhältlich, ebenso wie PV-Überschussladen (227,88 Euro) und die Anbindung an flexible Stromtarife; zusätzlich ist eine GSM/GNSS-Option verfügbar, mit der sich das Gerät auch ohne WLAN-Infrastruktur orten und verwalten lässt. Rheidon, Green Cell und dé verzichten dagegen komplett auf offene Schnittstellen, die Geräte bleiben in ihren jeweiligen App-Welten. Der Habu punktet immerhin mit einem ab Werk integrierten GSM-Modul, das die Fernüberwachung unabhängig vom WLAN am Abstellort erlaubt.

PV-geführtes Laden schaltet DiniTech per Lizenz frei: eines von drei kostenpflichtigen Upgrades, mit denen der NRGkick mitwächst. Foto: CDA Verlag GmbH

Eine Lücke zieht sich durch das gesamte Testfeld: RFID bietet kein einziges Gerät. Wer Ladepunkte auf einem Mitarbeiter- oder Besucherparkplatz gegen unbefugte Nutzung absichern will, muss auf App-Freigaben oder organisatorische Maßnahmen ausweichen. Für halböffentliche Szenarien ist das ein echtes Manko.

Das gilt auch für das Thema Abrechnung. Keines der 5 Geräte verfügt über einen MID-zertifizierten, geschweige denn eichrechtskonformen Energiezähler. Die integrierten Zähler und die exportierbaren Ladeberichte der Apps taugen für interne Kostenstellenzuordnung und als Beleggrundlage. Für die kilowattstundengenaue Abrechnung gegenüber Dritten reicht das in Deutschland (Mess- und Eichrecht) und Österreich nicht aus. Auch bei der Erstattung von Heimladestrom für Dienstwagen empfehlen wir, die Anerkennung der Zählerdaten vorab mit der zuständigen Finanzverwaltung zu klären. Alternativ bleibt die vom Fiskus akzeptierte Pauschalerstattung.

Die Geräte im Einzelnen

NRGkick 16A (DiniTech): Der Testsieger ist das vielseitigste Gerät im Feld. In der Basisversion für 628,11 Euro mit WLAN, Bluetooth und App ausgestattet, lässt er sich modular zum vernetzten Ladepunkt mit OCPP, PV-Überschussladen, flexiblen Stromtarifen und Mobilfunk ausbauen. Voll ausgestattet standen im Test 1.239,51 Euro auf der Rechnung. Dazu kommen das größte Temperaturfenster im Feld, Schutzart IP67 und ein eigenes Flottenprogramm des Herstellers. Mit der Gesamtnote „Hervorragend“ (95,44 %) setzt sich der NRGkick an die Spitze und holt die Auszeichnung „Sieger Wallbox (11 kW)“. Einziger Wermutstropfen: Adapter und Transporttasche kosten extra.

Komplettpaket im Koffer: Im Test trat der NRGkick 16A mit Adaptern und Transporttasche an, beides kostet extra. Foto: CDA Verlag GmbH

Ladestrom in 1-A-Schritten: Die NRGkick-App zeigt Spannung und Laderate live und regelt die Leistung am Einstellrad. Foto: CDA Verlag GmbH

NEcharge Pro: Der Zweitplatzierte („Sehr gut“, 86,58 %) ist das Gerät mit dem klarsten Firmenfokus: OCPP 1.6J ab Werk, Web-Verwaltung für Firmenkunden, exportierbare Ladeberichte und mit 2,5 Kilogramm das leichteste Gerät im Test, dazu Schutzart IP67 und unauffällige Sicherheitswerte. Abstriche gibt es beim voluminösen Gehäuse, beim fehlenden Mobilfunk und bei der fehlenden Zeitsteuerung. Der Listenpreis von 1.198,80 Euro ist der höchste im Feld, relativiert sich aber, wenn man die beim Wettbewerb nötigen Upgrades einrechnet.

Schlichter Karton statt Koffer: Der NEcharge Pro spart bei der Verpackung, mit 2,5 Kilogramm ist er das leichteste Gerät im Test. Foto: CDA Verlag GmbH

Laufender Ladevorgang in der NEcharge-App: Jede Sitzung wird abrechenbar protokolliert, die Anbindung ans Lademanagement übernimmt OCPP 1.6J. Foto: CDA Verlag GmbH

Rheidon PC200 Pro-11K: Platz drei („Gut“, 76,82 %) setzt für 649,95 Euro auf ein Adapterkonzept mit chipcodierten Steckeraufsätzen: Jeder Aufsatz meldet dem Gerät den zulässigen Maximalstrom der jeweiligen Dose, Fehlbedienung ist damit ausgeschlossen. Mit 7,5 Metern hat der Rheidon zudem das längste Kabel im Feld, und die mitgelieferte Wandhalterung macht ihn zur semistationären Lösung. Offene Schnittstellen fehlen jedoch komplett, und mit 5,8 Kilogramm ist er das schwerste Gerät im Test.

Display statt App-Pflicht: Der Rheidon PC200 Pro-11K zeigt Ladestrom und geladene Energie direkt am Gerät an. Foto: CDA Verlag GmbH

Chipcodierte Steckeraufsätze: Jeder Quick-Switch-Adapter meldet dem Rheidon den zulässigen Maximalstrom der jeweiligen Dose. Foto: CDA Verlag GmbH

Green Cell Habu: Knapp dahinter landet der Habu („Gut“, 76,62 %) für ebenfalls 649,95 Euro. Als einziges Gerät im Feld kommuniziert er ab Werk per GSM, das ist praktisch für Stellplätze ohne WLAN. Dazu kommen ein integriertes Display und ein Sieben-Meter-Kabel. Gegen die Spitze sprechen das Fehlen von WLAN, Ladeberichten, Zeitsteuerung und offenen Schnittstellen sowie die schwächste Schutzart im Testfeld (IP55).

dé Mobile Ladestation 11 kW v2 (depow): Der Preis-Champion für 204,95 Euro schließt das Feld mit „Gut“ (76,33 %) ab, und das ist angesichts des Preises bemerkenswert: Sicherheitsprüfung bestanden, Schutzart IP66, App mit Zeitsteuerung, Transporttasche und 16-A-Adapter inklusive. Wer schlicht zusätzliche Ladepunkte an vorhandenen CEE-Dosen schaffen oder Dienstwagenfahrern eine solide Basisausstattung mitgeben will, bekommt hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Test. Offene Schnittstellen, Mobilfunk und Lastmanagement fehlen, und der Standby-Verbrauch ist mit 3,3 Watt der höchste im Feld.

Alles drin beim Preis-Champion: Bei der dé-Ladestation liegen 16-A-Adapter, Transporttasche und sogar ein Mikrofasertuch bei. Foto: CDA Verlag GmbH

Zeitsteuerung ab Werk: Die dé-App plant Ladefenster und begrenzt den Ladestrom, offene Schnittstellen fehlen allerdings. Foto: CDA Verlag GmbH

Fazit

Mobile 11-kW-Ladestationen sind sicherheitstechnisch erwachsen: Das gesamte Testfeld besteht die elektrische Prüfung ohne Beanstandung. Die Kaufentscheidung lautet deshalb weniger „sicher oder unsicher“, sondern „vernetzt oder solitär“. Wer Dienstwagenflotten ausstatten und die Geräte in ein Lademanagement einbinden will, greift zum NRGkick 16A (Testsieger) oder zum NEcharge Pro mit Werks-OCPP. Wer schnell und günstig zusätzliche Ladepunkte an vorhandenen Drehstromdosen braucht, fährt mit der dé Mobile Ladestation 11 kW v2 zu einem Bruchteil des Preises erstaunlich gut. Für halböffentliches Laden mit Zugangskontrolle und Dritt-Abrechnung bleibt mangels RFID und eichrechtskonformer Zähler die stationäre Wallbox erste Wahl. Die mobile Lösung ist hier Ergänzung, kein Ersatz.

Bewertungskriterien und Gewichtung

Bewertet wurde in 5 Kategorien: Konnektivität (40 %), Laden (20 %), Sicherheit (20 %), Physik (10 %) und App (10 %). Innerhalb der Kategorien sind die Einzelkriterien fest gewichtet: Bei der Konnektivität zählen OCPP/API und GSM je 25 Prozent, Cloud-Anbindung 20 Prozent, WLAN 15 Prozent, Bluetooth 10 Prozent und RFID 5 Prozent. In der Kategorie Laden gehen maximale Ladeleistung, Lastmanagement, mehrphasiges Laden, flexible Stromtarife und Zeitsteuerung mit je 20 Prozent ein, in der Kategorie Physik Schutzklasse, Gewicht, Volumen, Betriebsumgebung und Standby-Verbrauch mit ebenfalls je 20 Prozent. Die App-Note setzt sich aus einfacher Einrichtung (40 %), Bedienung und Übersicht (40 %) sowie Ladeberichten (20 %) zusammen, die Sicherheitsnote aus AC-Schutz (40 %), DC-Schutz (40 %) und Temperaturüberwachung (20 %).

Top 5 mobile Wallboxen 2026 im Überblick

  • DiniTech NRGkick 16A – Hervorragend (95,44 %)
    Testsieger: modular erweiterbar (OCPP, PV, Mobilfunk), IP67, größtes Temperaturfenster.
  • NEcharge Pro – Sehr gut (86,58 %)
    OCPP 1.6J ab Werk und Web-Verwaltung, mit 2,5 kg das leichteste Gerät.
  • Rheidon PC200 Pro-11K – Gut (76,82 %)
    chipcodierte Steckeraufsätze und 7,5-m-Kabel, aber keine offenen Schnittstellen.
  • Green Cell Habu – Gut (76,62 %) 
    GSM ab Werk und Display, aber ohne WLAN und Ladeberichte.
  • dé Mobile Ladestation 11 kW v2 – Gut (76,33 %)
    Preis-Champion für 204,95 Euro mit Zeitsteuerung und IP66.

Häufige Fragen zu mobilen Wallboxen

  • Welche mobile Wallbox ist Testsieger 2026?
    Der NRGkick 16A von DiniTech mit ‚Hervorragend‘ (95,44 %).
  • Sind mobile 11-kW-Ladestationen sicher?
    Alle 5 Testgeräte bestehen die EVSE-Sicherheitsprüfung (Niederohmmessung 0,47–0,54 Ohm, DC-Fehlerstromüberwachung 6 mA nach IEC 62955).
  • Welche mobile Wallbox eignet sich fürs Lademanagement in Firmen?
    Der NEcharge Pro mit OCPP 1.6J ab Werk; beim NRGkick ist OCPP als Upgrade für 119,88 Euro erhältlich.
  • Was kostet eine gute mobile Wallbox?
    Im Test von 204,95 Euro (dé, ‚Gut‘ 76,33 %) bis 1.198,80 Euro (NEcharge Pro). 
  • Kann ich Ladestrom gegenüber Dritten abrechnen?
    Nein, keines der 5 Geräte hat einen MID-zertifizierten oder eichrechtskonformen Zähler.

So haben wir getestet

Alle 5 Geräte durchliefen eine elektrische Sicherheitsprüfung mit einem EVSE-Testgerät: Niederohmmessung des Schutzleiters, Isolationsmessung mit 500 Volt Prüfspannung, Statusprüfung nach IEC 61851 inklusive PE-Fehlersimulation sowie RCD-Prüfungen mit Rampen- und Auslösezeitmessung (Typ A 30 mA, DC-Fehlerstromüberwachung 6 mA im Sinne der IEC 62955). Standby-Verbrauch und Gewicht wurden nachgemessen, Ausstattung und Schnittstellen anhand der Geräte und der Herstellerangaben geprüft. Die App-Bewertung (Einrichtung, Bedienung, Ladeberichte) erfolgte durch die Redaktion mit identischen Aufgaben auf allen Geräten. Die Teilnoten wurden nach der oben dokumentierten Gewichtung zur Gesamtnote zusammengeführt. Die Preise wurden am 24.07.2026 erhoben.