Passfoto-Apps – 4 Anbieter im Test 2026
Ein biometrisches Passfoto wird für zahlreiche offizielle Dokumente benötigt – vom Reisepass bis zum Führerschein. Während früher meist der Gang zum Fotografen oder in die Fotokabine erforderlich war, ermöglichen heute verschiedene Apps die Erstellung eines Passfotos bequem von zu Hause aus. Doch wie zuverlässig funktionieren diese digitalen Lösungen, und wie einfach gelingt der Weg zum normgerechten Foto?
Test aktualisiert am: 13.4.2026
Tester:
Philipp Lumetsberger
Testzeitraum:
März 2026
Preiserhebung:
12. März 2026
Veröffentlichung:
SMARTPHONE Ausgabe 2/2026
Unser Team hat daher vier Passfoto-Apps unter die Lupe genommen und verglichen. Ziel des Tests war es, herauszufinden, welche Dienste Nutzer am besten durch den Erstellungsprozess führen, Fehler vermeiden helfen und insgesamt ein überzeugendes Gesamtpaket bieten. Die Untersuchung bezieht sich auf die in Österreich verfügbaren Angebote.
Da Passfotos klaren gesetzlichen Vorgaben unterliegen und sich die Endergebnisse bei normgerechter Erstellung nur gering unterscheiden, verzichtet der Test bewusst auf eine Bewertung der bestellten oder gedruckten Fotos. Stattdessen stehen Nutzerführung, Normsicherheit, Transparenz und Datenschutz im Fokus.
Auswertung und Einordnung
Im Test sichert sich die Passfoto-App von CEWE mit einer Gesamtwertung von 91,6% den ersten Platz. Ausschlaggebend waren vor allem der günstige Preis sowie die besonders einfache und intuitive Bedienung.
Knapp dahinter folgt die App von dm, die mit 89,8% ebenfalls ein sehr starkes Ergebnis erzielt. Positiv fällt hier vor allem die im Testfeld transparenteste Datenschutzerklärung auf.
In der Kategorie Design erzielt die App „Passfoto Deutschland“ die höchste Wertung. Abzüge gibt es jedoch beim Datenschutz: Die entsprechenden Informationen sind nur über die Website abrufbar und lagen im Test zudem ausschließlich in englischer Sprache vor.
So haben wir getestet
Alle vier Testkandidaten wurden unter einheitlichen Bedingungen geprüft. Ziel des Tests war es, herauszufinden, welche Dienste Nutzer am besten durch den Erstellungsprozess führen, typische Fehler vermeiden helfen und insgesamt das überzeugendste Gesamtpaket bieten.
Da Passfotos klaren formalen Vorgaben unterliegen und sich die Endergebnisse bei normgerechter Erstellung nur gering unterscheiden, wurde die Qualität bestellter oder gedruckter Fotos in diesem Test bewusst nicht bewertet. Im Fokus standen stattdessen Nutzerführung, Normsicherheit, Transparenz und Datenschutz.
Die Gesamtwertung setzt sich aus sechs unterschiedlich gewichteten Kriterien zusammen:
- Biometrie-Check (25%)
- Bedienung (20%)
- Design (5%)
- Ausgabeoptionen (15%)
- Preis (20%)
- Datenschutz (15%)
Die Gewichtung orientiert sich an der praktischen Relevanz für Nutzer. Der Biometrie-Check bildet den Kernnutzen der Anwendungen: Wird ein Foto nicht akzeptiert, verfehlt die App ihren eigentlichen Zweck. Ebenfalls stark gewichtet wurde die Bedienung, da viele Nutzer möglichst schnell und ohne Vorkenntnisse zu einem brauchbaren Ergebnis kommen möchten.
Die Ausgabeoptionen wurden berücksichtigt, weil sie darüber entscheiden, wie flexibel ein erstelltes Passfoto weiterverwendet werden kann, etwa per Download, Versand oder über einen Fotoautomaten. Dabei wurde ausschließlich der angebotene Ausgabeweg bewertet, nicht jedoch die Qualität physisch bestellter Ausdrucke. Der Preis ist ebenfalls relevant, wurde jedoch bewusst hinter Funktionalität und Zuverlässigkeit gereiht.
Dem Datenschutz kommt wegen der sensiblen Natur von Gesichtsaufnahmen besondere Bedeutung zu. Das Design fließt hingegen nur in geringem Ausmaß in die Gesamtwertung ein, da die optische Gestaltung bei dieser App-Kategorie in der Praxis meist zweitrangig ist.
Die Bewertungskriterien im Detail
In der Kategorie Bedienung wurde bewertet, wie intuitiv und verständlich der gesamte Ablauf gestaltet ist. Berücksichtigt wurden unter anderem die Nutzerführung, die Verständlichkeit der Anweisungen sowie der Aufwand bis zum fertigen Passfoto.
Beim Design lag der Fokus auf der visuellen Gestaltung und Übersichtlichkeit der Benutzeroberfläche. Positiv bewertet wurden ein modernes, klar strukturiertes Erscheinungsbild sowie gut lesbare und verständliche Elemente. Die Bewertung der Kategorien Bedienung und Design erfolgte durch eine Jury der Redaktion. In der Kategorie Preis erhielt der günstigste Anbieter die volle Punktzahl. Angebote, die preislich mehr als 60% über dem günstigsten Preis lagen, wurden auf mindestens 40% normiert, um extreme Abstände in der Gesamtwertung abzufedern. Grundlage der Bewertung waren die zum Testzeitpunkt im österreichischen Markt verfügbaren Preise. Beim Datenschutz wurde untersucht, wie transparent die Anbieter über den Umgang mit sensiblen Bilddaten informieren. In die Bewertung flossen unter anderem die Auffindbarkeit und Verständlichkeit der Datenschutzerklärung, Angaben zur Speicherung und Löschung der Fotos sowie mögliche Verpflichtungen zur Registrierung ein. Eine technische oder rechtliche Prüfung der Datenschutzkonformität erfolgte nicht.
Für den Teilbereich Ausgabeoptionen wurde folgender Punkteschlüssel herangezogen:
- Versand, Download und Fotoautomat: 100%
- Versand und Download: 90%
- Fotoautomat und Download: 80%
- Versand: 70%
- Fotoautomat: 60%
- Download: 50%
