DIE TESTER
THG-Anbieter im Test 2026 | Österreich · Testdatum: 21.07.2026
KriteriumLMenergy (Testsieger)CarbonifyVERBUNDepuls (Bester Sofortauszahler)CO2prämie.atÖAMTC ePrämieINSTADRIVESalzburg AGelequoElektrovorteilWirkaufenDeineThg
SiegelSiegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)Siegel (https://www.dietester.de/preise-lizenzen)
Zum Anbieterhttps://www.lm-energy.at/privatkunden/e-mobility/thg-praemie-2026/https://www.carbonify.athttps://www.verbund.com/de/privat/e-mobilitaet/thg-praemiehttps://www.epuls.athttps://www.co2praemie.athttps://www.oeamtc.at/thema/elektromobilitaet/oeamtc-epraemie-61497266https://thg.insta-drive.com/athttps://www.salzburg-ag.at/e-mobilitaet/ladeloesungen/thg-praemie.htmlhttps://elequo.at/https://www.elektrovorteil.athttps://www.wirkaufendeinethg.de/at
Garantierter Auszahlungsbetrag (60%) – Fixprämie 2026 (€)160,00 €125,00 €125,00 €122,00 €120,00 €125,00 €130,00 €120,00 €125,00 €125,00 €100,00 €
Garantierter Auszahlungsbetrag (60%) – Punkte Fixprämie100%78,1%78,1%76,2%75,0%78,1%81,2%75,0%78,1%78,1%62,5%
Auszahlungszeitpunkt (10%) – Auszahlungszeitpunktnach erfolgreicher UBA-Bestätigung, Juni/Juli Folgejahrnach Bestätigung durch das Umweltbundesamt; Geld im Herbst 2027 auf dem KontoHerbst 2027 nach UBA-BescheidTOP nach UBA-Bescheid (Oktober 2027)ca. August des Folgejahres / nach finaler UBA-Prüfungbis September 2027 / nach UBA-ZertifizierungKlassik: nach UBA-Bescheid (Herbst 2027)spätestens 30.09.2027nach erfolgreicher Zertifizierung / UBA-Bestätigungregulär nach UBA-/Behördenprüfung; voraussichtlich 2. Jahreshälfte des FolgejahresOktober des Folgejahres, also für 2026 voraussichtlich Oktober 2027
Auszahlungszeitpunkt (10%) – Punkte Auszahlungszeitpunkt60,0%50,0%50,0%50,0%50,0%50,0%50,0%50,0%40,0%50,0%50,0%
Höhe Sofortauszahlung (5%) – Sofortauszahlung (€)0,00 €110,00 €0,00 €112,00 €100,00 €0,00 €98,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
Höhe Sofortauszahlung (5%) – Punkte Sofortauszahlung40,0%98,9%40,0%100%93,6%40,0%92,5%40,0%40,0%40,0%40,0%
Webauftritt (10%) – WebauftrittGroßer, klarer Energieversorger-Auftritt: 160 € prominent im Header, klare Vorteils-Bullets (garantierte Auszahlung, kein Risiko) und strukturierte FAQ; Antrag läuft über die Partnerplattform ladestellenbonus.at.Moderne, einheitliche Plattform mit klaren Klassik-/Express-Karten (125 €/110 €); sauber aufgebaut, aber Preise laden nur mit JavaScript.Großer, einheitlicher Konzernauftritt: 125 € klar ausgewiesen, Drei-Schritte-Erklärung und Auszahlungstermin (Herbst 2027) transparent; THG als Marken-Front, Vertragspartner ist carbonify ATW GmbH.Groß, klar und einheitlich: eigenständiger AT-Auftritt, Fix- und Sofortoption (122 € / 112 €) transparent nebeneinandergestellt, saubere AGB- und FAQ-Struktur.Klein, aber übersichtlich: Drei-Varianten-Modell (RASANT/PROFIT/GRANIT) klar gegenübergestellt, Beträge eindeutig; Domain läuft über einen Punycode-Redirect.Großer, einheitlicher Verbandsauftritt: 125 € klar kommuniziert, ausdrücklicher Hinweis, dass keine ÖAMTC-Mitgliedschaft nötig ist; Vermarktungspartner Shell Austria wird genannt.Übersichtliche Tarifkarten (130 € für 2026, 98 € Express, 300 € Kombi 2026+2027); irritierend ist die Header-Werbung mit € 300', die den Zweijahres-Kombiwert und nicht die Jahresprämie zeigt.Klein, aber übersichtlich: 120 € und fixer Auszahlungstermin (spätestens 30.09.2027) klar genannt; Hinweis auf aliquote Kürzung bei unterjähriger Zulassung vorhanden.Kleiner bis mittlerer, aber klarer Auftritt: 125 € eindeutig ausgewiesen, dreistufiger Ablauf und saubere FAQ; schlicht gehalten, ohne Widersprüche.Klein, aber übersichtlich: 125 € klar ausgewiesen; Plattformlogik identisch zur DE-Schwester, AGB-Pfad ungewöhnlich (/conditions).Klein, aber übersichtlich: reine AT-Sprachvariante des deutschen Auftritts, 100 € klar genannt; anders als die DE-Seite ohne Sofortauszahlungs-Option.
Webauftritt (10%) – Punkte Webauftritt100%90,0%100%100%80,0%100%80,0%80,0%80,0%80,0%80,0%
Vertragslaufzeit / Vertragsrisiken (10%) – VertragsrisikenJährliche Prämie, 1 Kalenderjahr, keine Auto-Verlängerung erkennbar.1 Kalenderjahr je Fahrzeug, keine automatische Verlängerung (Carbonify-Standard).1 Quotenjahr, keine Auto-Verlängerung.1 Kalenderjahr, keine Auto-Verlängerung; Rücktritt/Rückforderung bei UBA-Ablehnung, 50 € Konventionalstrafe bei vorsätzlich falschen Angaben.Läuft bis Ablauf des Registrierungsjahres, Vertrag endet automatisch mit Jahresende.Ab Anmeldung bis Ende des Registrierungsjahres; jährlich neu zu beantragen, keine automatische Verlängerung.1 Verpflichtungsjahr mit AUTOMATISCHER VERLÄNGERUNG (§ 2 AGB), jederzeit kündbar – zentrales Bindungsrisiko.1 Antragsjahr, jährliche Neubeantragung, keine Bindung darüber hinaus.1 Kalenderjahr, keine automatische Verlängerung, jährlich neue Entscheidung.Plattformvertrag unbefristet (2 Wochen kündbar), THG-Anmeldung selbst ohne Auto-Verlängerung; zu beachten: Anpassungsklausel und 600 €/t-Klausel.1 Quotenjahr, jährliche Beantragung; Auszahlung aliquot nach Zulassungsdauer.
Vertragslaufzeit / Vertragsrisiken (10%) – Punkte Vertragsrisiken100%100%100%100%100%100%40,0%100%100%80,0%100%
USt.-Behandlung Gewerbe (5%) – USt-Behandlung GewerbeKeine Angabe – auf der Seite keine explizite USt-Regelung für Gewerbe.Netto zzgl. USt für Gewerbe (Carbonify-AGB).Netto zzgl. USt für Gewerbe (Carbonify-AGB, via carbonify ATW).Brutto inkl. USt – die USt ist im Betrag enthalten (Gutschriftsverfahren, AGB Pkt. 5); für Gewerbe nachteilig.Reverse-Charge / Übergang der Steuerschuld = 100 (wirtschaftlich gleichwertig zu ‚USt zusätzlich': Der Gewerbekunde behält den vollen ausgewiesenen Betrag).Keine Angabe – die Seite trifft keine USt-Aussage für Gewerbe.Netto zzgl. USt für Gewerbe (§ 10 AGB).Netto zzgl. USt für Gewerbe (Carbonify-AGB) – einheitlich mit VERBUND und Carbonify AT.Keine Angabe – keine explizite USt-Regelung für Gewerbe auf der Seite.Keine Angabe – die AGB enthalten keine USt-Regelung zur Nutzer-Vergütung. (Die frühere Angabe ‚Netto + USt, USt wird zusätzlich erstattet' bezog sich auf die Provision und ist nicht belegt.)Keine Angabe – die AT-Seite trifft keine USt-Aussage für Gewerbe.
USt.-Behandlung Gewerbe (5%) – Punkte USt-Behandlung60,0%100%100%40,0%100%60,0%100%100%60,0%60,0%60,0%
Gesamtnote91,0%80,8%78,9%77,8%77,7%76,9%75,4%75,0%73,9%72,9%65,5%

THG-Anbieter im Test 2026 | Österreich

Die THG-Prämie für Elektroautos ist in Österreich 2026 erstmals dreistellig über die gesamte Anbieterbreite – und der neue Spitzenreiter zahlt 160 Euro. Wir haben elf österreichische Anbieter geprüft: Prämienhöhe, Auszahlungszeitpunkt, Sofortauszahlung, Webauftritt, Vertragsrisiken und die Umsatzsteuerbehandlung für Gewerbetreibende. Wichtig zu wissen: Wer die Quote 2026 verkauft, sieht sein Geld erst im Herbst 2027.

Test aktualisiert am: 21.7.2026

Erhebungsstichtag:

14.7.2026

Anbieter:

11 Anbieter im Test

Der Tester:

Harald Gutzelnig

Testsieger

LMenergy

LMenergy

Zum Anbieter

Bester Sofortauszahler

epuls

epuls

Der THG-Test 2026 für Österreich

Der österreichische THG-Markt ist 2026 spürbar reifer geworden. Alle elf getesteten Anbieter zahlen inzwischen eine echte Fixprämie – also einen garantierten Betrag, der nicht vom späteren Vermarktungserfolg abhängt. Noch im Vorjahr war das keine Selbstverständlichkeit, und ausgerechnet der Testsieger von 2025 hat diese Zusage inzwischen wieder aufgegeben (dazu unten mehr).

Die Prämien liegen zwischen 100 und 160 Euro. Das ist deutlich mehr als 2025, aber es bleibt auffällig weniger als in Deutschland, wo im selben Zeitraum bis zu 370 Euro gezahlt werden. Ein Teil des Unterschieds erklärt sich rechnerisch: Österreich rechnet mit einer Pauschale von 1.500 kWh Jahresstromverbrauch, Deutschland mit 2.000 kWh. Das erklärt aber nur ein Viertel der Lücke. Der größere Teil liegt in der Struktur des österreichischen Systems – vor allem im Zeitpunkt: Während deutsche Anbieter unterjährig zertifizieren lassen und teils binnen Wochen auszahlen, erfolgt die Zertifizierung in Österreich gebündelt ab der Mitte des Folgejahres. Wer seine Quote für 2026 verkauft, bekommt sein Geld typischerweise zwischen Juni und Oktober 2027. Diese lange Kapitalbindung drückt auf die Preise.

Auch in Österreich lohnt der Blick hinter die Markennamen. Von den elf getesteten Angeboten laufen drei über dieselbe technische Plattform: Carbonify tritt selbst auf, betreibt aber zugleich die vollständige Abwicklung für VERBUND und die Salzburg AG – Vertragspartner ist in beiden Fällen die carbonify ATW GmbH in Wien. Vier weitere Anbieter sind österreichische Ableger deutscher Häuser: elequo (OLF GmbH), Elektrovorteil (Ecoturn AT GmbH), INSTADRIVE und WirkaufenDeineThg. Bei INSTADRIVE und Elektrovorteil handelt es sich um eigene österreichische Gesellschaften mit eigenen Konditionen, bei WirkaufenDeineThg lediglich um eine Sprachvariante der deutschen Seite. Wir haben diese Verflechtungen im Test durchgängig gekennzeichnet.

Testsieger und Spitzengruppe

Platz 1: LM Energy – 91,0 % (Testsieger, höchste Prämie)

160 Euro garantiert · Auszahlung Juni/Juli 2027 · lm-energy.at

Der Testsieger 2026 ist ein Newcomer in diesem Test – und er gewinnt deutlich. Mit 91,0 Prozent liegt LM Energy mehr als zehn Punkte vor dem Zweitplatzierten, ein Abstand, den es in diesem Test in dieser Form noch nicht gegeben hat.

Hinter dem Angebot steht die Leikermoser Energiehandel GmbH, ein regionaler Energieversorger, der die THG-Prämie unter der Marke „LM Charge“ führt. Die 160 Euro sind der höchste garantierte Fixbetrag im gesamten österreichischen Feld und damit der Maßstab, an dem alle anderen Anbieter in diesem Test gemessen werden.

Wir haben besonders sorgfältig geprüft, ob diese Zusage an Bedingungen geknüpft ist – bei einem regionalen Versorger liegt die Vermutung nahe, dass ein Strom- oder Ladevertrag vorausgesetzt wird oder das Angebot auf das eigene Versorgungsgebiet beschränkt ist. Beides ist nicht der Fall: Die Prämie steht bundesweit jedem Halter offen, unabhängig von einer bestehenden Kundenbeziehung. Auch der Begriff „Ladestellenbonus“, unter dem die Abwicklung über die Partnerplattform app.ladestellenbonus.at läuft, ist lediglich ein Synonym für die THG-Prämie und kein zusätzliches Produkt.

Beim Auszahlungszeitpunkt liegt LM Energy ebenfalls vorn: Juni/Juli des Folgejahres ist der früheste konkret zugesagte Termin im Feld (60 Punkte) – andere Anbieter nennen September, Oktober oder gar keinen Termin. Vertraglich ist das Angebot einwandfrei: jährliche Prämie, ein Kalenderjahr, keine erkennbare automatische Verlängerung (100 Punkte). Der Webauftritt ist ein großer, klarer Energieversorger-Auftritt mit prominenter Preisangabe im Header, verständlichen Vorteils-Bullets und strukturierter FAQ (100 Punkte).

Einen Schwachpunkt gibt es: Zur Umsatzsteuerbehandlung für Gewerbetreibende trifft die Seite keine Aussage (60 Punkte). Eine Sofortauszahlung wird nicht angeboten.

Fazit: Höchste Prämie, frühester Auszahlungstermin, sauberer Vertrag, überzeugender Auftritt – ein klarer Testsieg. Wer in Österreich das Maximum herausholen will und auf eine Sofortauszahlung verzichten kann, ist hier richtig.

Platz 2: Carbonify – 80,8 % (Sehr gut)

125 Euro Klassik · 110 Euro Express · carbonify.at

Der Zweitplatzierte ist zugleich die technische Infrastruktur eines guten Teils des österreichischen Marktes – und tritt seit diesem Jahr auch unter eigenem Namen als Direktangebot auf.

Das war für uns der bemerkenswerteste Einzelbefund dieses Tests. In einer früheren Erhebung war Carbonify in Österreich als variables Angebot ohne zugesicherte Mindesthöhe geführt und deshalb nicht aufnahmefähig. Die Live-Prüfung auf carbonify.at hat das widerlegt: Es gibt zwei klar ausgewiesene, garantierte Tarife – 125 Euro im Klassikmodell und 110 Euro im Express. Damit erfüllt Carbonify das Aufnahmekriterium und landet auf Anhieb auf dem zweiten Platz.

Die 110 Euro Express sind die zweithöchste Sofortauszahlung im Feld (98,9 Punkte). Wer nicht bis Herbst 2027 warten will, gibt also nur 15 Euro ab – der günstigste Umtausch von Wartezeit gegen Geld in diesem Test. Vertraglich gilt ein Kalenderjahr je Fahrzeug ohne automatische Verlängerung (100 Punkte), und für Gewerbetreibende weist Carbonify sauber aus, dass die Umsatzsteuer zusätzlich gezahlt wird (100 Punkte) – ein Vorteil, den in Österreich nur wenige Anbieter bieten.

Der einzige Abzug betrifft den Webauftritt (90 Punkte): Die Plattform ist modern und einheitlich, die Klassik- und Express-Karten sind klar getrennt – aber die Preise laden ausschließlich mit aktiviertem JavaScript. Wer die Seite mit restriktiven Browsereinstellungen aufruft, sieht keine Beträge.

Wichtig zu wissen: Carbonify ist zugleich der Plattformbetreiber hinter VERBUND und der Salzburg AG. Wer zwischen diesen drei Angeboten wählt, wählt zwischen drei Preisen desselben technischen Anbieters – nicht zwischen drei unabhängigen Häusern.

Fazit: Das flexibelste Angebot im Test. Als einziger Anbieter neben epuls bietet Carbonify eine echte Wahl zwischen Warten und Sofortauszahlung, und der Abschlag dafür ist der niedrigste im Feld.

Platz 3: VERBUND – 78,9 % (Gut)

125 Euro garantiert · Auszahlung Herbst 2027 · verbund.com

Der Drittplatzierte ist der Testsieger des Vorjahres – und sein Abrutschen ins Mittelfeld erzählt viel über die Entwicklung dieses Marktes.

An VERBUND selbst hat sich wenig geändert. Die 125 Euro sind garantiert, der Konzernauftritt ist groß, einheitlich und transparent: Der Betrag steht klar auf der Seite, der Ablauf ist in drei Schritten erklärt, und der Auszahlungstermin – Herbst 2027 – wird offen genannt statt verschwiegen (100 Punkte). Vertraglich gilt ein Quotenjahr ohne automatische Verlängerung (100 Punkte), für Gewerbetreibende wird die Umsatzsteuer zusätzlich gezahlt (100 Punkte). Das ist in nahezu jeder Einzeldisziplin ein solides bis sehr gutes Angebot.

Was VERBUND 2026 den Titel kostet, ist zweierlei: Erstens ist ein Anbieter mit 160 statt 125 Euro aufgetreten – 35 Euro Unterschied wiegen bei einer Gewichtung von 60 Prozent schwer. Zweitens bietet VERBUND als einziger der drei Carbonify-Marken keine Expressoption an. In der Kategorie Sofortauszahlung bedeutet das die Mindestpunktzahl von 40, während die technisch identische Schwestermarke Carbonify dort 98,9 Punkte holt.

Transparenzhinweis: VERBUND tritt hier als reine Marketing-Front auf. Vertragspartner ist die carbonify ATW GmbH in Wien – dieselbe Gesellschaft, die auch hinter der Salzburg AG steht. Wer bei VERBUND unterschreibt, schließt einen Vertrag mit Carbonify. Zu beachten ist außerdem eine Konventionalstrafe von 50 Euro bei vorsätzlich falschen Angaben.

Fazit: Ein grundsolides Angebot mit dem Vertrauensvorschuss eines großen Konzerns – aber ohne die Prämienhöhe des Siegers und ohne die Flexibilität der eigenen Plattformschwester.

Bester Sofortauszahler: epuls

122 Euro Fixprämie · 112 Euro sofort · epuls.at · Gesamt 77,8 %

Ein Anbieter verdient eine eigene Auszeichnung, weil er die Frage am besten beantwortet, die in Österreich schwerer wiegt als in Deutschland: Muss ich wirklich bis Herbst 2027 warten?

epuls bietet mit 112 Euro die höchste Sofortauszahlung im gesamten österreichischen Testfeld und erreicht damit als einziger Anbieter die volle Punktzahl von 100 in dieser Kategorie. Der Abschlag gegenüber der eigenen Fixprämie von 122 Euro beträgt gerade einmal zehn Euro – wer die Sofortoption wählt, verzichtet also auf rund acht Prozent und spart sich dafür bis zu anderthalb Jahre Wartezeit. Das ist, gemessen am Verhältnis von Verzicht zu Zeitgewinn, das attraktivste Angebot in diesem Test.

epuls ist zudem einer der wenigen eigenständigen österreichischen Anbieter ohne Whitelabel-Hülle – der Auftritt ist groß, klar und einheitlich, Fix- und Sofortoption stehen transparent nebeneinander, AGB- und FAQ-Struktur sind sauber (100 Punkte). Vertraglich gilt ein Kalenderjahr ohne automatische Verlängerung (100 Punkte). Im Hintergrund besteht eine Kooperation mit INSTADRIVE.

Ein Wermutstropfen für Gewerbetreibende: Bei epuls ist die Umsatzsteuer im genannten Betrag bereits enthalten (Gutschriftsverfahren, AGB Punkt 5). Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen fällt die Prämie netto entsprechend niedriger aus – in dieser Kategorie ist epuls mit 40 Punkten der schwächste Anbieter im Test. Wer die Quote gewerblich verkauft, sollte diesen Punkt gegen die Sofortauszahlung abwägen. Für Privatpersonen ist er ohne Bedeutung, weil die Prämie für sie ohnehin steuerfrei ist.

Zu beachten ist außerdem: Wie bei allen Vorabauszahlungen handelt es sich juristisch um einen Vorschuss. Lehnt das Umweltbundesamt ab, besteht Rückforderungsanspruch; bei vorsätzlich falschen Angaben wird zusätzlich eine Konventionalstrafe von 50 Euro fällig.

Wer wurde aufgenommen – und wer nicht?

Ein Vergleichstest ist nur so gut wie die Regel, nach der er sein Feld absteckt. Wir haben sie 2026 unverändert aus dem Vorjahr übernommen und streng angewendet.

Aufnahmekriterium: In den Test kommt nur, wer öffentlich, verbindlich und bedingungslos angibt, welchen Mindestbetrag ein privater oder gewerblicher Fahrzeughalter erhält. „Verbindlich“ heißt: Die Zusage steht auf der Website oder in den Vertragsbedingungen und nicht nur in einer E-Mail nach Registrierung. „Bedingungslos“ heißt: Sie hängt nicht am Abschluss eines Stromvertrags, nicht am Neukundenstatus und nicht am späteren Vermarktungserfolg. Die Mindestschwelle für 2026 liegt bei 100 Euro.

Angebote, deren Höhe sich lediglich relativ am späteren Verkaufserlös orientiert – häufig als „Flex“ oder „Profit“ vermarktet und mit verlockenden Maximalbeträgen beworben –, haben wir nicht aufgenommen. Sie entziehen sich einem wertenden Vergleich, weil niemand vorher weiß, was am Ende ankommt. Das betrifft auch Anbieter, die neben einer gewerteten Fixprämie zusätzlich ein Erlösbeteiligungsmodell führen: Gewertet wurde in diesen Fällen ausschließlich der garantierte Betrag – bei CO2prämie.at etwa die 120 Euro der Variante GRANIT, nicht die Erlösbeteiligung PROFIT.

Neukundenboni zählen nicht zur Basisprämie. Bei WirkaufenDeineThg werten wir daher 100 statt 125 Euro; der 25-Euro-Bonus gilt nur für Erstkunden.

Ein Wort zu Marken derselben Firma: Wo ein Unternehmen unter mehreren Namen zu unterschiedlichen Konditionen auftritt, führen wir die Marken getrennt – der Kunde trifft schließlich eine reale Wahl zwischen unterschiedlichen Angeboten. Das gilt für die Carbonify-Familie, deren drei Marken zwischen 120 und 125 Euro liegen und sich beim Expressangebot deutlich unterscheiden. Wo die Konditionen identisch sind, listen wir nur eine Marke – so im Fall EMC Austria und epuls.

Ein Wort zu den österreichischen Ablegern deutscher Anbieter: elequo, Elektrovorteil, INSTADRIVE und WirkaufenDeineThg treten in beiden Ländern auf. Wir haben in jedem Einzelfall geprüft, ob es sich um ein eigenständiges österreichisches Angebot handelt. Bei INSTADRIVE und Elektrovorteil bestehen eigene österreichische Gesellschaften mit eigenen Konditionen – INSTADRIVE zahlt in Österreich 130 Euro gegenüber 320 Euro in Deutschland. Bei WirkaufenDeineThg handelt es sich dagegen lediglich um eine Sprachvariante des deutschen Auftritts. Alle vier sind mit ihren jeweils österreichischen Konditionen gewertet.

Wie haben wir getestet und bewertet?

Die verfügbaren Marktangebote wurden im Juni und Juli 2026 durch Internetrecherche ermittelt und zum Stichtag 14. Juli 2026 live auf den Anbieterseiten überprüft – einschließlich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, der FAQ-Bereiche und, wo nötig, der nur mit aktiviertem JavaScript sichtbaren Preisangaben. Wo Website und AGB sich widersprachen, haben wir dies vermerkt und in der Kategorie Webauftritt abgewertet.

Bewertet wurde nach sechs Kriterien mit unterschiedlicher Gewichtung. In jeder Kategorie wurden Punkte nach einem vorab festgelegten Raster vergeben; die gewichtete Summe ergibt die Gesamtnote. Die Methodik ist identisch mit unserem deutschen Test – lediglich die Normierungsanker unterscheiden sich, weil sie jeweils den Marktbesten des eigenen Landes abbilden.

1. Höhe des garantierten Auszahlungsbetrags – 60 Prozent. Das mit Abstand wichtigste Kriterium, weil es das ist, wonach die meisten Nutzer entscheiden. Gewertet wird prozentual gegen den höchsten am österreichischen Markt gefundenen Fixbetrag: 160 Euro (LM Energy) entsprechen 100 Punkten, jeder andere Betrag wird ins Verhältnis gesetzt. 125 Euro ergeben also 78,1 Punkte, 100 Euro ergeben 62,5 Punkte. Diese Normierung gegen den Marktbesten – statt gegen einen willkürlich gesetzten Zielwert – halten wir für das fairste Verfahren, weil sie den tatsächlich erreichbaren Maßstab abbildet. Sie hat 2026 spürbare Folgen: Weil LM Energy den Anker gegenüber dem Vorjahr deutlich angehoben hat, fallen die Bewertungen aller anderen Anbieter niedriger aus als 2025 – auch dort, wo sich am Angebot selbst nichts verschlechtert hat. Das ist gewollt: Ein Angebot ist immer nur so gut wie das, was der Markt gleichzeitig hergibt.

2. Auszahlungszeitpunkt – 10 Prozent. In Österreich zertifiziert das Umweltbundesamt nicht unterjährig, sondern gebündelt ab der Mitte des Folgejahres. Eine Auszahlung vor der Zertifizierung ist deshalb – anders als in Deutschland – strukturell nicht möglich, und die deutsche siebenstufige Skala liefe hier ins Leere. Wir bewerten stattdessen die Verbindlichkeit und Frühzeitigkeit des zugesagten Termins: ein konkret genannter früher Termin (Juni/Juli des Folgejahres) = 60 Punkte; ein konkret genannter Termin oder Zeitfenster im weiteren Jahresverlauf = 50 Punkte; „nach UBA-Bestätigung“ ohne jede Terminangabe = 40 Punkte. Der Unterschied zwischen 60 und 40 Punkten ist damit kein Unterschied in der Wartezeit allein, sondern vor allem einer in der Planbarkeit.

3. Höhe der Sofortauszahlung – 5 Prozent. Hier greift eine Aufteilungsformel, weil das Verhältnis zwischen niedrigstem und höchstem Wert im Markt zu groß ist für eine einfache Prozentskala: 40 Punkte als Basis plus 60 Punkte anteilig am österreichischen Höchstwert von 112 Euro (epuls). Wer keine Sofortauszahlung anbietet, erhält den Floor von 40 Punkten – sieben der elf Anbieter im Test betrifft das.

4. Webauftritt – 10 Prozent. Bewertet wurden Verständlichkeit, Transparenz und mobile Tauglichkeit. Vier Stufen: fehlerhafte oder widersprüchliche Angaben = 40 Punkte; klein, unübersichtlich oder artfremd eingebettet = 60; klein, aber übersichtlich = 80; groß, klar und einheitlich = 100. Abgewertet haben wir insbesondere irreführende Preiskommunikation – bei INSTADRIVE etwa bewirbt der Header „300 €“, was in Wahrheit der Zweijahres-Kombiwert für 2026 und 2027 ist und nicht die Jahresprämie von 130 Euro.

5. Vertragslaufzeit und Vertragsrisiken – 10 Prozent. Keine Angabe = 0 Punkte; unbestimmte Zeit, Mehrjahresbindung oder automatische Verlängerung = 40; unbefristet, aber mit kurzer Kündigungsfrist = 70 bis 80; ausschließlich laufendes Kalenderjahr = 100. Wir haben dafür die AGB jedes Anbieters gelesen – auch dort, wo Vertragslaufzeit, Anmeldezeitraum, Abtretungszeitraum und Verpflichtungsjahr mit vier unterschiedlichen Definitionen nebeneinanderstehen.

6. Umsatzsteuerbehandlung bei gewerblichen Nutzern – 5 Prozent. Umsatzsteuer im Betrag enthalten = 40 Punkte; keine Angabe = 60; Umsatzsteuer wird zusätzlich gezahlt = 100. Für Privatpersonen ist die THG-Prämie steuerfrei und dieses Kriterium irrelevant; für Gewerbetreibende macht es real rund 20 Prozent Unterschied.

Ein Sonderfall verdient hier eine Erläuterung: CO2prämie.at rechnet gegenüber gewerblichen Kunden im Reverse-Charge-Verfahren ab, also mit Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger. Dieser Fall ist in der dreistufigen Skala nicht vorgesehen, weil er weder „Umsatzsteuer enthalten“ noch „Umsatzsteuer zusätzlich“ ist. Wirtschaftlich ist er jedoch mit der 100-Punkte-Variante gleichwertig: Der gewerbliche Kunde behält den vollen ausgewiesenen Betrag und führt die Steuer selbst ab, wobei sich Steuerschuld und Vorsteuerabzug bei Vorsteuerabzugsberechtigung neutralisieren. Wir haben CO2prämie.at deshalb mit 100 Punkten bewertet und dokumentieren Reverse-Charge künftig als vierten Fall der Skala.

Berechnung der Gesamtnote: 0,6 × Prämie + 0,1 × Zeitpunkt + 0,05 × Sofortauszahlung + 0,1 × Webauftritt + 0,1 × Vertrag + 0,05 × Umsatzsteuer.

Vorsicht, Fallstricke

Sie warten länger, als Sie denken. Das ist der wichtigste Unterschied zum deutschen Markt. Wer die Quote für 2026 verkauft, erhält sein Geld frühestens im Juni 2027 und teils erst im Oktober 2027 – im Extremfall also fast zwei Jahre nach dem Beginn des Quotenjahres. Prüfen Sie deshalb nicht nur die Prämienhöhe, sondern auch, ob der Anbieter überhaupt einen konkreten Termin nennt. LM Energy (Juni/Juli 2027), die Salzburg AG (spätestens 30.9.2027) und der ÖAMTC (bis September 2027) tun das; elequo etwa nennt nur „nach erfolgreicher Zertifizierung“.

Die Vertragslaufzeit ist das teuerste Kleingedruckte. Die gesetzliche Laufzeit ist in Österreich zwar auf ein Jahr begrenzt, aber die AGB einzelner Anbieter enthalten Konstruktionen, die darüber hinausgehen. Kritisch ist in diesem Test vor allem INSTADRIVE: Nach § 2 der AGB verlängert sich die Anmeldung automatisch. Sie ist zwar jederzeit kündbar, aber wer das übersieht, ist im Folgejahr an Konditionen gebunden, die er nie aktiv gewählt hat – in einem Markt mit steigenden Preisen ein realer Nachteil. Bei Elektrovorteil ist der Plattformvertrag unbefristet (zwei Wochen kündbar); die THG-Anmeldung selbst verlängert sich nicht automatisch, zu beachten sind aber eine Anpassungsklausel und die sogenannte 600-Euro-je-Tonne-Klausel.

Rückforderungen und Konventionalstrafen. Wer eine Sofort- oder Vorabauszahlung annimmt, erhält juristisch einen Vorschuss. Lehnt das Umweltbundesamt ab, ist das Geld zurückzuzahlen. Mehrere Anbieter – darunter epuls und VERBUND – sehen zusätzlich eine Konventionalstrafe von 50 Euro bei vorsätzlich falschen Angaben vor. Das ist bei korrekter Antragstellung unproblematisch, sollte aber bekannt sein.

Aliquote Kürzung bei unterjähriger Zulassung. Wer sein Fahrzeug erst im Lauf des Jahres angemeldet hat, erhält nur den anteiligen Betrag. Nicht alle Anbieter weisen darauf hin; die Salzburg AG und WirkaufenDeineThg tun es vorbildlich.

Beworbene Höchstbeträge sind selten die, die Sie bekommen. Prüfen Sie bei jedem Angebot, ob der plakatierte Betrag einen Neukundenbonus enthält oder sich auf mehrere Jahre bezieht. INSTADRIVE bewirbt im Header „300 €“ – das ist das Zweijahres-Kombiangebot für 2026 und 2027, die Jahresprämie beträgt 130 Euro.

Gewerbliche Halter sollten auf die Umsatzsteuer achten. Ist sie im genannten Betrag bereits enthalten, fällt die Prämie netto entsprechend niedriger aus. Nur fünf der elf getesteten Anbieter weisen eindeutig aus, dass die Umsatzsteuer zusätzlich gezahlt wird oder Reverse-Charge gilt.

Hintergrund: Was ist die THG-Quote?

Die Treibhausgasminderungsquote ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Klimaschutzinstrument. Sie verpflichtet Unternehmen, die fossile Kraftstoffe wie Benzin und Diesel in Verkehr bringen, den Ausstoß von Treibhausgasen schrittweise zu reduzieren. Rechtsgrundlage ist in Österreich die Kraftstoffverordnung (KVO).

Erfüllt ein Unternehmen die Quote nicht aus eigener Kraft, kann es Zertifikate von Dritten erwerben – etwa von Haltern von Elektrofahrzeugen. Denn wer ein Elektroauto fährt, spart gegenüber einem Verbrenner Emissionen ein, und diese Einsparung lässt sich vom Umweltbundesamt zertifizieren und anschließend verkaufen. Der Erlös ist die THG-Prämie. Für Privatpersonen ist sie steuerfrei.

Österreichspezifische Bedingungen:

  • Antragsschluss ist der 28. Februar des Folgejahres. Die Zertifizierung durch das Umweltbundesamt erfolgt nicht unterjährig, sondern gebündelt ab der Mitte des Folgejahres – im Extremfall also erst nach 20 Monaten. Das ist der Grund, warum in Österreich niemand binnen weniger Wochen auszahlen kann. Vorabauszahlungen gibt es nur als Express-/Vorschussmodell.
  • Prämienberechtigt sind nur zweispurige Fahrzeuge – also keine Motorräder und keine Roller. Die Anbieter nehmen allerdings erst Jahresenergiemengen ab 10.000 kWh an.
  • Es gilt ein einheitlicher Pauschalstromverbrauch von 1.500 kWh pro Jahr für alle Fahrzeugklassen. LKW und Busse, die in der Praxis deutlich mehr verbrauchen, werden über diese vergleichsweise geringe Pauschale erheblich benachteiligt. Die Pauschale darf ohnehin nur dann angesetzt werden, wenn nicht MID-konform kWh-genau gemessen, dokumentiert und abgerechnet werden kann.
  • Prämienberechtigt ist nur der Zulassungsbesitzer, der überwiegend zu Hause lädt. Wer überwiegend öffentlich lädt, verliert seinen Prämienanspruch an den Ladestellenbetreiber.
  • Bei unterjähriger Zulassung ist jeder Halter anteilig prämienberechtigt, also für seine jeweilige Haltedauer im Kalenderjahr.

Alle Angaben Stand 14.7.2026. Fixprämien jeweils ohne Neukundenboni. Prämienhöhen können sich kurzfristig ändern – prüfen Sie den aktuellen Wert vor der Anmeldung.