DIE TESTER

iFLYTEK AINOTE 2 im Test

Dieser Test ist auch verfügbar auf dietester.at

Hört zu, schreibt mit

Ein E-Ink-Notizblock, der Besprechungen mitschreibt und Handschrift in Text umwandelt: Das iFLYTEK AINOTE 2 kombiniert ein 10,65 Zoll großes Display mit Wacom-Stift, vier Mikrofonen und KI-Werkzeugen. Getestet haben wir die Version mit 64 GB Speicher für 669 Euro, ohne kostenpflichtiges Abo.

Der Tester: Lukas Wenzel-Horner
Testzeitraum: Oktober 2026
Veröffentlichung: SMARTPHONE Magazin 5/26

Im Redaktionsalltag diente das AINOTE 2 auch als Tagesplaner. Foto: CDA Verlag GmbH

Zum Tablet gehören der Stift, zwei Ersatzspitzen, ein USB-Kabel von USB-A auf USB-C und eine Kurzanleitung. Ein Netzteil und eine Schutzhülle liegen nicht bei, Hüllen bietet iFLYTEK als Zubehör an.

Dünner als ein Bleistift

Das AINOTE 2 ist 4,2 Millimeter dünn und wiegt rund 295 Gramm. Das Display misst 10,65 Zoll, löst mit 300 ppi auf und stellt Inhalte in Schwarz-Weiß und Graustufen dar. Der Stift arbeitet nach dem passiven EMR-Verfahren von Wacom und braucht daher keinen Akku, an der Längsseite haftet er magnetisch. Geladen wird der 4.000-mAh-Akku per USB-C, iFLYTEK gibt bis zu 14 Tage Laufzeit bei typischer Nutzung an. Auf der Rückseite sitzen Pogo-Pin-Kontakte für Zubehör. Im Inneren arbeiten ein Achtkernprozessor von Rockchip und 4 GB Arbeitsspeicher, als System läuft Android 14 mit Zugang zu Google Play. Eine Displaybeleuchtung gibt es nicht. Da ein Lautsprecher fehlt, gibt das Gerät Medien nur über Bluetooth oder angeschlossene Kopfhörer wieder.

Stift und zwei Ersatzspitzen liegen bei, Netzteil und Schutzhülle muss man separat besorgen. Foto: CDA Verlag GmbH

Bei 4,2 Millimetern Bauhöhe füllt die USB-C-Buchse die Gehäusekante fast vollständig aus. Foto: CDA Verlag GmbH

Der passive Wacom-Stift muss nie geladen werden und haftet magnetisch an der Längsseite. Foto: CDA Verlag GmbH

Die Pogo-Pin-Kontakte auf der Rückseite sind für Zubehör gedacht, eine Kamera zum Abfotografieren von Dokumenten gibt es nicht. Foto: CDA Verlag GmbH

Notizblock, Diktiergerät, Lesegerät

Für Notizen stehen über 80 Vorlagen bereit, darunter ein Tagesplaner. Die Aufnahmefunktion nutzt die vier Mikrofone und schreibt Gespräche live mit, auf Wunsch samt Übersetzung. Im KI-Menü AIAide stecken drei Werkzeuge: „Besprechungsprotokoll“ fasst eine transkribierte Aufnahme zusammen und gliedert sie laut iFLYTEK nach Beschlüssen, offenen Fragen und Zuständigkeiten. „OCR & Formatierung“ macht aus einer handschriftlichen Seite Markdown-Text, „Dokumentenerstellung“ füllt Vorlagen für Arbeitsdokumente aus. Dazu kommen eine KI-Taste für Fragen per Sprache, ein KI-Chat per Wischgeste, der laut Hersteller auf GPT-5 basiert, und eine KI-Suche durch Einkreisen von Begriffen. Termine gleicht das Gerät mit dem Google Kalender ab. Zum Lesen öffnet es PDF, EPUB, MOBI, AZW3 und Office-Dateien, weitere Apps kommen über Google Play aufs Gerät.

Schreiben wie auf Papier?

Die Linie folgt der Stiftspitze nahezu verzögerungsfrei, die Oberfläche ist nicht zu glatt. Je nach Druck wird der Strich dicker oder dünner, die Handballenerkennung fiel im Test nicht negativ auf. Handschriftliche Notizen erkannte das Gerät im Test mit wenigen Fehlern, auch wenn nicht besonders deutlich geschrieben wird. Die Seiten von PDFs und E-Books lassen sich zügig umblättern. Störende Geisterbilder konnten wir im Test nicht feststellen, Zoom und Anmerkungen funktionieren gut. Dateien kommen per App, USB-C, Bluetooth oder E-Mail aufs Gerät, Notizen landeten über die AINOTE-App problemlos am Smartphone. Bei schwachem Licht lässt sich noch lesen und schreiben, im Dunkeln nicht mehr.

Wie gut hört es zu?

Hochdeutsch setzte die Live-Transkription im Test sehr zuverlässig in Text um, mit österreichischer Mundart kam sie nicht immer zurecht. Das Transkript erscheint samt Abspielleiste direkt über der Notizseite. Fragen an den KI-Assistenten beantwortete das AINOTE 2 auf Deutsch und brauchbar. Die getesteten KI-Funktionen ließen sich ohne kostenpflichtiges Abo nutzen. Das optionale Pro-Abo bietet laut iFLYTEK zusätzliche Funktionen und KI-Modelle. Laut iFLYTEK werden Notizen und Aufnahmen verschlüsselt über die Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services gespeichert.

Mit 295 Gramm lässt sich das AINOTE 2 auch ohne Unterlage auf dem Schoß beschreiben. Foto: CDA Verlag GmbH

In der 23 Sekunden langen Probeaufnahme ist nur „Sie“ fälschlich großgeschrieben. Foto: CDA Verlag GmbH

Das Besprechungsprotokoll in AIAide baut auf der Transkription auf und fasst die Aufnahme anschließend zusammen. CDA Verlag GmbH

Fazit

Das AINOTE 2 schreibt Gespräche auf Hochdeutsch zuverlässig mit und wandelt Handschrift mit wenigen Fehlern in Text um, ein Abo ist dafür nicht nötig. Beim Schreiben folgt die Linie dem Stift mit minimaler Verzögerung, störende Geisterbilder traten im Test nicht auf. Was fehlt, ist eine Beleuchtung: Wer abends oder in dunklen Räumen arbeitet, braucht eine externe Lichtquelle.

Gadgets

Modell

iFLYTEK AINOTE 2

Siegel

Preis

669,00 €

Link

Hersteller

iFLYTEK

Modell

AINOTE 2

Display

10,65 Zoll E-Ink, 1.920 × 2.560 Pixel, 300 ppi, ohne Beleuchtung

Prozessor / Speicher

Rockchip RK3576 (8 Kerne), 4 GB RAM, 64 GB

Betriebssystem

Android 14 mit Google Play

Stift

Wacom-EMR, passiv (ohne Akku), magnetisch

Audio

4 Mikrofone, Ton über Bluetooth oder Kopfhörer

Anschlüsse

USB-C, Pogo-Pin, WLAN 6, Bluetooth 5.4

Akku

4.000 mAh, bis zu 14 Tage (Herstellerangabe)

Maße / Gewicht

247 × 178 × 4,2 mm, ca. 295 g

Lieferumfang

Stift, 2 Ersatzspitzen, USB-Kabel (USB-A auf USB-C), Kurzanleitung

88,0%

93,0%

92,0%

Hervorragend 91,0%